Am 26. September 2008 wurde im Mannheimer Rosengarten zum ersten Mal der Bürgerpreis der Stiftung Metropolregion Rhein-Neckar verliehen.
In der Kategorie „Starter“ ging der Bürgerpreis an das Projekt „Dokumentation musealer Bestände in der Metropolregion Rhein-Neckar“, in der Kategorie „Profis“ wurde das Projekt „Alle Kinder sind schlau“ ausgezeichnet. Beide Preise sind mit jeweils 10.000 Euro dotiert. In der Kategorie „Junioren“ wurde kein Preis verliehen, da die eingegangenen Bewerbungen nicht den Ausschreibungskriterien entsprachen und dem Thema Ehrenamt nicht gerecht wurden.
Insgesamt hatten sich 80 Projekte für den Bürgerpreis beworben, davon gingen in den Kategorien „Junioren“ 5 Bewerbungen, „Starter“ 33 Bewerbungen und „Profis“ 42 Bewerbungen aus den Bereichen Soziales, Kultur, Natur und Umwelt und Sport ein.
Verleihung des Bürgerpreises beschließt Ehrenamtswoche
Zum Abschluss der bundesweiten Woche des bürgerschaftlichen Engagements gab es im Rahmen der Verleihung des Bürgerpreises im Foyer des Rosengartens eine Foto-Ausstellung zum ersten Freiwilligentag in der MRN, bei dem sich am 20. September 2008 über 6.700 Helfer in der gesamten Region in über 300 Projekten einen Tag lang ehrenamtlich engagierten.
Die Preisträger
- Dokumentation musealer Bestände in der Metropolregion Rhein-Neckar
Die Gruppe von 11 kulturinteressierten Personen aus Mannheim, Frankenthal und der Bergstraße treffen sich einmal pro Woche um die Bestände von Museen zu dokumentieren. Die Gruppe bietet sogar Studierenden der umliegenden Universitäten die Möglichkeit, ein studienbegleitendes Praktikum zu absolvieren. Das Praktikum vermittelt den Umgang mit musealen Objekten, die fotografische Erfassung und die Verarbeitung der gewonnenen Daten in eine Datenbank. Zu dem ehrenamtlichen Stamm von 11 Personen haben sich jetzt auch die ersten Praktikanten der Universität Heidelberg eingefunden. Jung und Alt engagieren sich gemeinsam und lernen voneinander.
Nach einer Versuchsphase, in der museale Objekte in der Völkerkunde-Abteilung der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim und im Erkenbert-Museum in Frankenthal dokumentiert wurden, entstand die Idee auch anderen Museen der Metropolregion Rhein-Neckar diese ehrenamtliche Dienstleistung anzubieten.
Auch den kleineren Museen in der Region soll die Möglichkeit eröffnet werden, ihre Bestände nach dem modernsten Stand der Technik erfassen zu lassen und somit der Öffentlichkeit (auch über das Internet) zugänglich zu machen. Die Digitalisierung ermöglicht nicht nur den Fachleuten jederzeit auf die Bestände verbal und bildlich zuzugreifen, auch alle interessierten Bürger haben dann die Möglichkeit, die digital erfassten Objekte zu sehen und Informationen dazu zu erhalten (wissenschaftliche Bearbeitung, Ausleihe, Bewertung usw.). Das Projekt macht die kulturellen Wurzeln der Region sichtbar und erhält diese.
- Alle Kinder sind schlau
Der Kindergartenlabor e.V. existiert seit 2005. Der Verein ist in Kindergärten, Grundschulen und an sozialen Brennpunkten aktiv. Er hat sich zum Ziel gesetzt, auch Kinder aus bildungsfernen Schichten an Bildung und Naturwissenschaft heran zuführen. Zielgruppe des Vereins sind Kinder im Alter von 5 bis 10 Jahren. Aber auch deren ältere Geschwister, Eltern und Pädagogen werden mit eingebunden.
Das Kindergartenlabor geht an soziale Brennpunkte der Region, in denen es soziale Probleme, bildungsfernes Milieu und einen hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund gibt. Unter dem Motto „Alle Kinder sind schlau“ wird durch Experimentieren das Interesse an Naturwissenschaften geweckt, Sprachbildung und soziale Kompetenz gefördert. Ein erster Testlauf ist erfolgreich im Mannheimer Jungbusch umgesetzt worden. Kinder spielen dort in der Regel auf der Straße und haben oft sprachliche Defizite. Sie erhalten in ihrem Alltagsmittelpunkt, in ihrem sozialen Umfeld ein Bildungsangebot, das sie sonst nicht erreichen würde. Auch ihren Eltern wird so die Wichtigkeit von Sprache und Bildung nahe gebracht.
Nun sollen auch an anderen Orten in der Region kleine Laborstraßen aufgebaut und mit den Kindern einfache, aber anschauliche naturwissenschaftliche Experimente durchführt werden (z. B. Raketen bauen mit Backpulver und Essigantrieb).
Die Figur des Clowns sorgt für den schnellen Zugang zu den Kindern. Die Kinder können die spannenden Experimente selbst durchführen und mit anderen Kindern Kontakte knüpfen. Über die Kinder wird der Kontakt zu den Eltern und älteren Geschwistern, die ansonsten nur schwer zu erreichen sind, hergestellt.
Die Nominierten in der Kategorie Starter:
- Metropolliteratur Rhein-Neckar – Länderübergreifende Lese- und Schreibförderung für Kinder und Jugendliche
Herr Schneider setzt sich für die Lese- und Schreibförderung von Kindern und Jugendlichen ein. Mit interaktiven Kinderkrimis spornt er junge Leser zum mehrmaligen und aktiven Lesen an. In Workshops lernen Schüler, selbstständig interaktive Geschichten zu schreiben. Zuhörer werden in den (Schul)-Lesungen zu Mitmachern.
Ziel ist die Erstellung eines Online-Literaturportals für die Region Rhein-Neckar. Zielgruppe sind Schüler, die durch Angebote wie Lese- und Schreibwettbewerbe, Lesungen und Workshops zur Teilnahme motiviert und dadurch in ihrer Lese- und Schreibkompetenz gefördert werden.
In diesem Portal können sich Schulen, Büchereien und andere Organisationen registrieren lassen und Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit bieten, sich über das Portal auszutauschen und Beiträge bzw. Texte aller Art zu veröffentlichen. Durch die Veröffentlichung und die (Wettbewerbs-)Angebote sollen die Schüler zusätzlich motiviert werden, selbst aktiv zu werden.
Mit dem Projekt „Metropolliteratur Rhein-Neckar“, das über drei Ländergrenzen hinweg realisiert werden soll, profiliert sich die MRN als nachahmenswerter Initiator im Bereich der Lese- und Schreibförderung und hebt sich positiv von anderen Regionen ab.
- Charity Child Dialog
Eigene Erfahrungen mit familiären Krisensituationen führten zur Auseinandersetzung mit und zum Engagement für das Thema „Trennung“ und „Jugendsuizid“.
Ziel des Projekts ist die Realisierung einer qualifizierten Kommunikationsplattform zur Aufklärung und Lösungsfindung für Eltern in hochstrittigen Trennungs- und Scheidungssituationen unter besonderer Berücksichtigung der emotionalen Gesundheit bzw. Verfassung der Kinder. Die Initiative setzt sich ein für die Erhaltung einer bestmöglichen familiären Struktur für Kinder nach der Trennung der Eltern und die Verhinderung von Jugendsuizidversuchen, Jugendsuiziden sowie emotionalen Erkrankungen.
Das Projekt initiiert eine Kommunikationsplattform für den Raum Rhein-Neckar und bietet Bildungs- und Aufklärungskampagnen zum Thema an.
- Dokumentation musealer Bestände in der Metropolregion Rhein-Neckar
Die Gruppe von 11 kulturinteressierten Personen aus Mannheim, Frankenthal und der Bergstraße treffen sich einmal pro Woche um die Bestände von Museen zu dokumentieren. Die Gruppe bietet sogar Studierenden der umliegenden Universitäten die Möglichkeit, ein studienbegleitendes Praktikum zu absolvieren. Das Praktikum vermittelt den Umgang mit musealen Objekten, die fotografische Erfassung und die Verarbeitung der gewonnenen Daten in eine Datenbank. Zu dem ehrenamtlichen Stamm von 11 Personen haben sich jetzt auch die ersten Praktikanten der Universität Heidelberg eingefunden. Jung und Alt engagieren sich gemeinsam und lernen voneinander.
Nach einer Versuchsphase, in der museale Objekte in der Völkerkunde-Abteilung der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim und im Erkenbert-Museum in Frankenthal dokumentiert wurden, entstand die Idee auch anderen Museen der Metropolregion Rhein-Neckar diese ehrenamtliche Dienstleistung anzubieten.
Auch den kleineren Museen in der Region soll die Möglichkeit eröffnet werden, ihre Bestände nach dem modernsten Stand der Technik erfassen zu lassen und somit der Öffentlichkeit (auch über das Internet) zugänglich zu machen. Die Digitalisierung ermöglicht nicht nur den Fachleuten jederzeit auf die Bestände verbal und bildlich zuzugreifen, auch alle interessierten Bürger haben dann die Möglichkeit, die digital erfassten Objekte zu sehen und Informationen dazu zu erhalten (wissenschaftliche Bearbeitung, Ausleihe, Bewertung usw.). Das Projekt macht die kulturellen Wurzeln der Region sichtbar und erhält diese.
Die Nominierten in der Kategorie Profis:
- Radwanderland – Metropolregion Rhein-Neckar
Die Bewerber sind unterschiedliche ADFC-Verbände aus der Region, die seit vielen Jahren Radtouren in der Region durchführen. Der ADFC kann auf einen reichhaltigen Schatz an Erfahrungen und Kompetenzen zum Radverkehr in der Metropolregion Rhein-Neckar verweisen.
Der Führer „Radwanderland – MRN“ soll ein Angebot der besonderen Art werden: Von Radfahrern aus der Region für Radfahrer der Region. Der Radwanderführer soll Lust auf regionale Radtouren machen, die man noch nicht gekannt hat. Er soll sowohl in einer Printversion als auch Online erhältlich sein. Er wird jedoch nicht nur den Tourenverlauf dokumentieren, sondern darüber hinaus anhand eines Kriterienkatalogs Bewertungen der Radtouren seitens der Tourleiter und der Teilnehmer enthalten. Die Radinteressierten bekommen so eine Kurzbeschreibung der Touren und praktische Informationen zu Übernachtungs- und Unterstellmöglichkeiten, Einkehrmöglichkeiten, touristischen Attraktionen, Familientauglichkeit, etc.
- Web-Radio-Club
medien+bildung.com (Lernwerkstatt Rheinland-Pfalz) wurde im Dezember 2006 als Tochtergesellschaft der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) in Ludwigshafen am Rhein gegründet. In Ludwigshafen unterhält medien+bildung.com in Nachbarschaft des Offenen Kanals das Haus der Medienbildung, eine Bildungsstätte vor allem für Kinder und Jugendliche. Die Teilnehmenden lernen Medien zu verstehen, selbst zu gestalten und kritisch zu hinterfragen.
Ziel ist die Gründung eines offenen Radioclubs für Jugendliche am Übergang zwischen Schule und Beruf: Jugendliche produzieren Jingles, führen Interviews und stellen Beiträge her, die inhaltlich den Fokus auf „lokales Engagement“ richten. Die Jugendlichen machen gemeinsam Radio: gestalten gemeinsam die Identität des „Senders“ - mit Logo und Jingles - treten öffentlich auf und veröffentlichen eigene Produktionen im Internet.
Radioprojekte fördern die Kommunikation und bieten Möglichkeiten, eher „schwergängige“ Themen attraktiv und niederschwellig zu präsentieren. Das Medium Radio übt unverändert Faszination auf Jugendliche aus. Für die Projektteilnehmenden ist Radio eine „Sprach- und Kommunikationsförderung, die Spaß macht".
- Alle Kinder sind schlau
Der Kindergartenlabor e.V. existiert seit 2005. Der Verein ist in Kindergärten, Grundschulen und an sozialen Brennpunkten aktiv. Er hat sich zum Ziel gesetzt, auch Kinder aus bildungsfernen Schichten an Bildung und Naturwissenschaft heran zuführen. Zielgruppe des Vereins sind Kinder im Alter von 5 bis 10 Jahren. Aber auch deren ältere Geschwister, Eltern und Pädagogen werden mit eingebunden.
Das Kindergartenlabor geht an soziale Brennpunkte der Region, in denen es soziale Probleme, bildungsfernes Milieu und einen hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund gibt. Unter dem Motto „Alle Kinder sind schlau“ wird durch Experimentieren das Interesse an Naturwissenschaften geweckt, Sprachbildung und soziale Kompetenz gefördert. Ein erster Testlauf ist erfolgreich im Mannheimer Jungbusch umgesetzt worden. Kinder spielen dort in der Regel auf der Straße und haben oft sprachliche Defizite. Sie erhalten in ihrem Alltagsmittelpunkt, in ihrem sozialen Umfeld ein Bildungsangebot, das sie sonst nicht erreichen würde. Auch ihren Eltern wird so die Wichtigkeit von Sprache und Bildung nahe gebracht.
Nun sollen auch an anderen Orten in der Region kleine Laborstraßen aufgebaut und mit den Kindern einfache, aber anschauliche naturwissenschaftliche Experimente durchführt werden (z. B. Raketen bauen mit Backpulver und Essigantrieb).
Die Figur des Clowns sorgt für den schnellen Zugang zu den Kindern. Die Kinder können die spannenden Experimente selbst durchführen und mit anderen Kindern Kontakte knüpfen. Über die Kinder wird der Kontakt zu den Eltern und älteren Geschwistern, die ansonsten nur schwer zu erreichen sind, hergestellt.








