Stolpersteine reinigen in Frankenthal

Über 70 000 Stolpersteine erinnern in rund 1300 deutschen Städten und Gemeinden an die Opfer des Nationalsozialismus. Sie müssen, um lesbar zu bleiben, regelmäßig gereinigt werden. In Frankenthal liegen 87 Stolpersteine.

14 von 20 Helfer

Datum:
Freiwilligentag 2020
Samstag, 19. September 2020
Uhrzeit:
11:00 — 14:00 Uhr
Kategorien:
Kultur
Organisator:
Förderverein für jüdisches Gedenken Frankenthal e.V.

Projektbeschreibung

Zur Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus hat der Kölner Künstler Gunter Demnig (www.stolpersteine.com) im Jahr 2000 die Aktion Stolpersteine gestartet. Vor Häusern, in denen Opfer der NS-Verfolgung gelebt haben, setzt Demnig kleine Betonquader in den Gehweg. Der Begriff Stolperstein ist im übertragenen Sinne gemeint: Menschen sollen auf etwas gestoßen, aufmerksam gemacht werden. Ein kurzer Text, der immer mit den Worten „Hier wohnte ...“ beginnt, ist in eine ebenerdig aufgebrachte, zehn mal zehn Zentimeter kleine Messingplatte eingeschlagen.

Inzwischen hat Demnig über 70 000 Stolpersteine in rund 1300 deutschen und europäischen Orten verlegt, davon zirka 90 Prozent für jüdische Kinder, Frauen und Männer.

„Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“, sagt Gunter Demnig: „Mit den Steinen vor den Häusern wird die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten."

In Frankenthal wurden seit 2005 zur Erinnerung an jüdische Frauen, Männer und Kinder 87 Stolpersteine verlegt. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Schulen, Kirchen, Parteien, Gewerkschaften und Justizbehörden haben dafür Geld gespendet. Mehrere Nachfahren nahmen an den Verlegungen teil.

Der Förderverein für jüdisches Gedenken Frankenthal e.V. informiert seit 1993 mit Vorträgen, Ausstellungen, Führungen und Filmveranstaltungen über die rund 250jährige Geschichte der jüdischen Gemeinde (www.juden-in-frankenthal.de).

Da die Metalloberfläche der Stolpersteine mit der Zeit nachdunkelt und die Schrift schwerer lesbar wird, muss sie regelmäßig gereinigt werden. Der Förderverein nimmt deshalb zum dritten Mal an der Aktion „Wir schaffen was“ teil.

So können Sie uns unterstützen

Der Förderverein stellt das Reinigungsmaterial zur Verfügung. Die Teilnehmer/innen sollten Plastikhandschuhe und eine Unterlage zum Hinknien mitbringen.

Die Aktion ist für alle Altersgruppen (ab 10 Jahren) geeignet.

Der Förderverein bedankt sich anschließend mit einem Eis und/oder Kaffee für das Engagement.

Anfahrtsbeschreibung

Die Reinigungsaktion startet vor dem Dathenushaus (Ecke Kanalstraße und Carl-Theodor-Straße). In unmittelbarer Nähe befindet sich eine Tiefgarage. Sie kann über die Kanalstraße und Carl-Theodor-Straße angefahren werden. Ausfahrt der B9 Frankenthal-Mitte. Kostenlose Parkplätze stehen auf dem Parkplatz hinter der Sporthalle (Am Kanal) zur Verfügung. 250 Meter Fußweg bis zum Dathenushaus.


 

Der Freiwilligentag 2020 wurde ermöglicht von:

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engelhorn
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wob AG

Weitere Unterstützer:

Fakultät BWL
FUSOMA
i-ticket
Fahrwerk
MVV
S-Bahn Rhein-Neckar